Susanne Selbert: Wichtig ist das Mittendrin sein

Direktorin des Landeswohlfahrtsverband trifft Soziale Dienste und besucht Tagesklinik

HEPPENHEIM/LAMPERTHEIM. Die Direktorin des Landeswohlfahrtsverbands Hessen (LWV Hessen) Susanne Selbert besuchte den Kreis Bergstraße. Zunächst traf sie sich zum Austausch bei einem Frühstück mit Vertretern verschiedener sozialer und karitativer Einrichtungen. Danach besichtigte sie die Vitos psychiatrische Tagesklinik Lampertheim. Mit dabei waren der SPD-Bundestagskandidat Sven Wingerter, die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Hartmann und Vorsitzender der SPD Bergstraße Marius Schmidt.

Zuerst wurde im Café „Fachwerkstuben“ in Heppenheim über die Stellung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen und insbesondere über die Frage seiner Finanzierung durch den Kreis diskutiert. Dazu konnte Stefan Ringer, der seit Jahren Vertreter im LVW ist, berichten. Der Kreis Bergstraße zahlt ca. 51 Millionen Euro und erhält Leistungen im Wert von 53 Millionen Euro für die Menschen hier vor Ort. Dem LWV stehen ein Fördertopf mit einer Summe von knapp 2 Milliarden Euro zu Verfügung, davon sind lediglich 115 Millionen Euro Landesmittel. Die übrige Summe stellen die Kommunen Kreise. Um künftig die Vernetzung und Beratung zu stärken, sollen schrittweise in jedem Landkreis jeweils ein Beratungsbüro des LWV eingerichtet werden. Um das Thema Corona-Pandemie und seine Auswirkungen geht aktuell kein Weg vorbei, denn für die Einrichtungen stellen die Corona-Verordnungen und Impfungen ein großes Problem dar. Mit Schließung der Impfzentren seien keine Booster-Impfung mehr möglich und die Frage nach mobilen Impfteams sei zum damaligen Zeitpunkt von Seiten des Kreises noch unbeantwortet gewesen.

Im Anschluss besuchte Susanne Selbert die psychiatrische Tagesklinik von Vitos in Lampertheim. Dort wurde sie vom Geschäftsführer der Vitos Riedstadt gGmbH Ralf Schulz begrüßt. Bei diesem Gespräch wurde deutlich, dass ein zweiter Standort im vorderen Odenwald angestrebt würde. Denn das Konzept der Tagesklinik und der aufsuchen psychiatrischen Ambulanz würde sehr gut angenommen und könne oftmals einen stationären Aufenthalt verhindern. Die kurzen Wege seien von Vorteil. Zudem könnte auch kurzfristig Hilfe zur Verfügung gestellt werden und die Patienten lebten weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld. In der Folge seien die Rehabilitationszeiten kürzer. Der Standort sei dabei bewusst gewählt worden. Es sei wichtig hier mittendrin zu sein, da Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen Teil unserer Gesellschaft sind.

Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen engagiert sich für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit dem Ziel einer gleichberechtigten gesellschaft­lichen Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen. Der Landeswohlfahrtsverband Hessen ist ein Zusammenschluss der Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen, dem eine Reihe von sozialen Aufgaben übertragen wurde. Er ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Der LWV hat seinen Hauptsitz in Kassel. Regionalverwaltungen bestehen in Kassel, Darmstadt und Wiesbaden.