Karsten Krug: Kinder und Tiere vermissen einander

Bild: Karsten Krug

SPD-Landratskandidat Karsten Krug würdigt beim Videogespräch mit Freundeskreis-Vorsitzendem Eberhard Ulmen den Bergtierpark als „bedeutende Einrichtung mit Strahlkraft“

Fürth. Der Bergtierpark ist „eine bedeutende Einrichtung mit Strahlkraft weit über Fürth und das Weschnitztal in die Region hinaus“, sagte SPD-Landratskandidat Karsten Krug beim Videogespräch mit Eberhard Ulmen, seit 2019 Vorsitzender des Freundeskreis-Vereins. Krug weiß, wovon er redet, besucht er doch die Freizeiteinrichtung öfters mit seiner Familie. In der Corona-Pandemie ist jedoch alles dicht, bedauerte er.

Der Landratskandidat erwähnte, dass der Freundeskreis „zurecht 2019 den Umweltpreis des Kreises Bergstraße gewann“. Bei der Verleihung wurde das langjährige, umfangreiche Engagement in der Umwelterziehung und Naturpädagogik gewürdigt. Der Freundeskreis widmet sich der „Förderung des Verständnisses von Kindern und Jugendlichen für die Bedeutung der Artenerhaltung und der natürlichen Umwelt bei Tieren und Pflanzen als Lebensgrundlage des Menschen“.

Die Angebote des Freundeskreises „suchen im Kreis Ihresgleichen“, betonte Krug. Den Bereich Umweltbildung bezeichnete der Kandidat als sehr wichtig. Mit ihm als Landrat soll diese auch im Kreis eingerichtet und verstetigt werden. Hierbei stellt sich Krug unter anderem Kooperationen, wie mit dem Freundeskreis oder dem Naturschutzzentrum, vor.

Es handelt sich um einen „einzigartigen Ort in unserer Region für den Tierschutz, für die Umwelt- und Naturschutzerziehung, insbesondere für unsere Kinder und Jugendliche“, lobte der Landratskandidat. Der Bergtierpark ist „ein tierisches Naturerlebnis“, idyllisch inmitten des wunderschönen Odenwalds gelegen. „Kinder und Jugendliche sind unsere Umweltschützer der Zukunft“, hob er hervor.

Eberhard Ulmen ging auf den Park und seine Attraktionen ein. „Tiere mit allen Sinnen erleben“ – unter diesem Motto findet Unterricht am lebenden Objekt statt, erklärte er. Das Klassenzimmer wird in die Natur verlegt, der Entdeckertrieb gefördert. Schulklassen und Gruppierungen aller Altersstufen werden wichtige Informationen rund um die verschiedenen Tiere sowohl am Gehege als auch im neuen Schulungsgebäude vermittelt. Dabei sollen die Kinder sensibilisiert werden, genau zu beobachten, zu vergleichen und die Ergebnisse wiederzugeben.

Der Vorsitzende bedauerte, dass der Bergtierpark derzeit geschlossen sein muss und damit auch die Angebote des Freundeskreises nicht möglich sind. Gerade Kinder brauchen den Kontakt mit der Natur, weiß er. „Auch den Tieren im Park fehlt der Kontakt zu den Menschen“, sagte er. Verwaltet und finanziert wird der Bergtierpark von der Gemeinde. Aktuell liegt ein privates Angebot zum Kauf vor, erläuterte er. Sollte verkauft werden, könnte dies aber das Ende des Freundeskreises bedeuten.